Rund-6

Liebe Segelfreunde aus nah und fern,

es soll tatsächlich interessierte Segler in unserer Region geben, die die Rund-6 nicht kennen und noch nie was davon gehört haben. Diese Informationslücke wollen wir nun schließen.

Definition:

„Rund-6“ ist eine sportliche Segeltour. Der Name „Rund-6“ ist entstanden aus der Abkürzung von „Segeltörnrunde Mittwochs um 6 Uhr“. Die Rund-6 ist keine Regatta. Es gelten ausschließlich die Kollisionsverhütungsregeln sowie die einschlägigen Verordnungen (z.B. Mosel-Schifffahrts-Verordnung). Teilnehmen (als Steuermann/-frau) kann jeder, der die KVR, die Besonderheiten der Mosel als Binnenschifffahrtsstraße kennt und sein Boot beherrscht. (Für das Ausleihen von vereinseigenen Booten gelten besondere Bestimmungen).

Grundsatz:

Jeder darf, keiner muss. Fair geht vor. Ehrgeiz ja - Arroganz nein. Für jeden Bootstyp. Für Anfänger ebenso wie für Könner. Gemeinsam segeln macht den meisten Spaß. Regattaerfahrung ist NICHT erforderlich!

Die Spielregeln:

Wir treffen uns jeden Mittwochnachmittag im Yachthafen Trier-Monaise, Bootsbesitzer machen ihre Boote startklar, Nicht-Bootsbesitzer suchen sich eine Mitsegelgelegenheit bzw. werden angesprochen, ob sie mitsegeln wollen und dann geht’s um 18:00 Uhr vor unserem Hafen auf Höhe von Mosel-km 197,5 los Richtung Konz.

Ein Teilnehmer wird als „Startschreier“ ausgewählt und ähnlich einer richtigen Regatta wird in den letzten 5 Minuten jede Minute die verbleibende Zeit ausgerufen. Bei „Start“ ist Start. Die Wendemarke wird je nach Windverhältnissen vorher gemeinsam vereinbart (ca. Mosel-km 199,8). Hierbei müssen alle Teile des Bootes diese Bahnmarke überfahren haben, also ähnlich dem Umrunden einer Boje. Zieldurchgang ist dann wieder das Passieren von Mosel-km 197,5. Wie bei einer „richtigen“ Regatta ist die Bugspitze (bzw. der Bugspriet) entscheidend.

Was ist jetzt anders als bei einer „richtigen“ Regatta?

Bei einer Regatta gibt es eine Regattaleitung, eine definierte Start- und Ziellinie, ein vorgeschriebenes Startprozedere, Bahnmarken in Form von Bojen und ein Schiedsgericht. Zudem wird eine strikte Wertung vorgenommen und anschließend gibt es eine Siegerehrung. Bei der Rund-6 gibt es das alles weitgehend nicht. Start ist um 18:00 Uhr bzw. die Zeit, auf die sich die Aktiven einigen. Die Zeit bei Zieldurchfahrt nimmt jeder selbst. Bitte Uhr mitbringen! Anschließend trifft man sich in der „Kajüte“, trägt seine gesegelte Zeit, seine Mitsegler und seinen Bootsnamen in eine Liste ein und bespricht die Tagesereignisse.

Was ist der Sinn der Rund-6?

Seit Beginn der Rund-6 im Jahre 2010 versuchen wir krampfhaft hierauf eine einfache Antwort zu finden, aber vergeblich: Für die Sport- und Regattasegler sind es wichtige Trainingsfahrten, für die Fortgeschrittenen sind es die ersten Schritte hin zum Regattasegeln, für die Anfänger steht das Einüben von Manövern und das Beurteilen von Grenzsituationen im Vordergrund. Der gesellige Segler freut sich auf Mitstreiter getreu dem Motto: „Ein Segelboot ist eine Kaffeefahrt, zwei Segelboote sind eine Regatta“, Gewinnertypen finden ihre Befriedigung, Bootssuchende gewinnen wichtige Erkenntnisse und Segler aus den Nachbarvereinen freuen sich, dass wir was gemeinsam unternehmen. Workaholics suchen den Ausgleich, Naturfreunde die Schönheit des Reviers. Dementsprechend sind auch die Reaktionen von „Sch… Boot, hätt’ ich mir besser ‚ne Monas gekauft“ bis zu „Boah, war das geil“. Also: Jeder findet das, was er sucht.

Für wen ist die Rund-6 geeignet und wer kann mitmachen?

Spaßsegler und Segelenthusiasten, Regattafreaks, Angst-vor-Regatten-Hasen und „Eigentlich bin ich ja ein Couch-Potato“-Sinnierer, Unterwasser- Superpolisher, Algen- und Muschelbewuchs-Ökos, Foliensegel-Profis und Bettlaken-statt-durchgelattetes-Großsegel-Experten, „Raum“-Brüller und „wer hat denn jetzt schon wieder Vorfahrt“-Denker, „Rund-6 muss sportlicher werden“-Verfechter und „Hauptsache es macht Spaß“-Freund. Die Liste ließe sich endlos erweitern…

Ausleihen von vereinseigenen Booten zur Rund-6

Hierzu gelten besondere Bestimmungen. Vereinsboote können nur ausgeliehen werden von Vereinsmitgliedern mit gültigem Segelschein (SBF Binnen oder der alte A-Schein) und einer erfolgreichen Einweisung in den jeweiligen Bootstyp. Der Schiffsführer hat sich vor dem Ablegen von der Tauglichkeit der Mitsegler zu überzeugen. Das Ausleihen ist im Logbuch des jeweiligen Bootes einzutragen.

Rechtliche Bestimmungen:

Die Segelabteilung des PST übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Personen oder Sachschäden. Vereinsmitglieder sind auf Grundlage der Bestimmungen des Sportbundes des Rheinlandes unfallversichert. Die Vereinsboote sind haftpflichtversichert.


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